Pressemitteilungen

Mobilitätskonferenz der LEADER-Regionen „Chiemgauer Seenplatte“ und „Chiemgauer Alpen“ Dienstag, den 11.10.2016

„Chiemgau in Fahrt“

Grassau. Im Rahmen der AlpenWoche 2016 in Grassau veranstalteten die LEADER-Regionen „Chiemgauer Seenplatte“ und „Chiemgauer Alpen“ eine gut besuchte Fachkonferenz zum Thema Mobilität unter dem Motto „Chiemgau in Fahrt“. Grassau gehört zur LEADER-Region „Chiemgauer Seenplatte“ an der Grenze zur Nachbarregion „Chiemgauer Alpen“. In beiden Regionen stehen Bürger und Kommunalpolitiker vor der Aufgabe, Mobilität für alle in einem ländlichen, nicht so dicht besiedelten Raum zu schaffen, und gleichzeitig dem Prinzip der Nachhal-tigkeit in der Entwicklung dieser Region mit besonders sensibler Natur Rechnung zu tragen.

Über 80 LEADER-Aktive und verkehrspolitisch Interessierte aus den beiden Lokalen Aktionsgruppen und ihrer Umgebung suchten nach Alternativen für Mobilität im ländlichen Raum jenseits der Fortbewegung mit dem eigenen Auto, nach Möglichkeiten zur Förderung des Übergangs des Individualverkehrs zur emissionsärmeren Antriebstechnologie der Elektro-Autos und zur Verbindung beider Zukunftsaufgaben.

Dazu wurden Referenten gewonnen, die schon verwirklichte Beispiele aus anderen Regionen darstellen konnten. René Schader von der Beratungsstelle „Energie Tirol“ des Landes Tirol stellte ein E-Carsharing-Projekt aus der LEADER-Region Osttirol vor. Er machte klar, dass Carsharing immer nur eine Ergänzung zum öffentlichen Verkehr ist und das eigene Auto auf dem Land nicht gänzlich ersetzen kann, wohl aber den Zweitwagen, der meist für kürzere Strecken gebraucht werde. Dafür seien Elektro-Autos besonders geeignet, und gleichzeitig leiste das E-Carsharing einen Beitrag zur Vermeidung von klimaschädlichen Emissionen. Carsharing auf dem Land müsse als soziales Projekt zur Sicherung möglichst hoher Mobilität der Bürger verstanden werden, bei der man sich die Kosten dafür ohne Gewinnorientierung teilt; das Funktionieren hänge unter anderem von der richtigen Wahl des Standorts der zur Verfügung stehenden Autos ab.

Christian Klaiber von der „Initiative Zukunftsmobilität“ aus Baden-Württemberg erläuterte von ihm entwickelte Konzepte für Mobilitätsgewinn im ländlichen Raum durch Vernetzung und Nutzung vorhandener Ressourcen, z.B. die Öffnung bestehender Flotten von Firmenwägen für Carsharing, auch mit Einbindung von E-Autos. Als Beispiel für die konkrete Lösung eines Mobilitätsproblems nannte Klaiber den elektrisch fahrenden Gemeindebus in Baiersbronn im Schwarzwald, der die vielen Teilorte an den Hauptort anbindet in Ergänzung zum bestehenden ÖPNV, betrieben durch einen örtlichen Busunternehmer, kostendeckend durch die Integration einer touristisch orientierten Linie zu Einkehrmöglichkeiten für Wanderer.

Einem Teilaspekt des Mobilitätsthemas widmete sich Peter Teuschel von den Stadt-werken Wörgl; er plädierte für die stärkere Berücksichtigung des Fahrrads als Ver-kehrsmittel, das Alltags-Mobilität im lokalen Bereich sichere und bei den Nutzern auch noch die Gesundheit fördere. Durch die elektrische Unterstützung beim E-Bike und neuen Radtypen wie Lastenrädern stehen Nutzern völlig neue Reichweiten und Einsatzmöglichkeiten zur Verfügung.

Ergänzt wurden die Darstellungen praktischer Beispiele für Mobilitätslösungen durch Informationen von Jens-Uwe Staats vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur aus Berlin. Er berichtete über die bisher beachtlichen Förderaktivitäten des Bundes für Elektromobilität und innovative Mobilitätskonzepte und unterstrich die Bemühungen seines Hauses, weitere Förderansätze für nachfrageschwache Räume zu ermöglichen.

Vorträge der Referenten lassen sich über die Homepage: http://www.lag-chiemgauer-alpen.de/ herunterladen.

Igr

Die Akteure der Konferenz zum Thema Mobilität: (Von links) Thomas Kamm, Vorsit-zender der LAG Chiemgauer Alpen, René Schader, Energie Tirol, Christian Klaiber, Initiative Zukunftsmobilität, Jens-Uwe Staats vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Christian Fechter, LAG-Manager der Chiemgauer-Seenplatte, Peter Teuschel von den Stadtwerken Wörgl, Kolja Zimmermann, LAG-Manager Chiemgauer Alpen, Sepp Reithmeier, Vorsitzender der LAG Chiemgauer-Seenplatte

Beiträge und Impulsreferate:

Moderation-Fechter-Zimmermann: (pr__sentationfachkonferenz_lagen.pdf):
Jens-Uwe Staats (BMVI): (e-mobilitaet_staats-bmvi.pdf):
Peter Teuschel (Stadtwerke Wörgl): (ebike_teuschel-sww__rgel.pdf):
René Schader (Energie Tirol): (ecarsharing_schader-energietirol.pdf):
Christian Klaiber (Initiative Zukunftsmobilität): (multimodalit__t_klaiber_initzukunft_.pdf):

Erster Wander-Ausgangspunkt realisiert! Donnerstag, den 07.08.2014

Wanderausgangspunkt Bibelöder Steg

Ruhpoldings Bürgermeister Claus Pichler nimmt am „Bibelöder Steg“ den ersten Wanderausgangspunkt der Region in Betrieb.

Vor fünf Jahren beschlossen allen voran die Gemeinde Ruhpolding und deren Bürgermeister Claus Pichler mit Ihren Partnergemeinden der Lokalen Aktionsgruppe Chiemgauer Alpen Bergen, Inzell, Reit im Winkl und Siegsdorf die Umsetzung eines breit angelegten Wanderkonzeptes für die Region der Chiemgauer Alpen.

Seither wurden viele erfolgreiche Schritte unternommen. Nach der Überarbeitung des Wander-wegenetzes 2009 und der Entwicklung einer Infrastrukturverwaltung mit Wanderplattform 2010 begann die einheitliche Wanderwegbeschilderung aller Gemeinden der Chiemgauer Alpen.
Durch Installation neuer Erholungsinfrastruktur wie beispielsweise Bänke und Hundetoiletten, dem Neubau des Bibelöder Stegs sowie der Entwicklung einer neuen Wanderkarte konnte die Gemeinde Ruhpolding deutliche Verbesserungen ihres Wanderangebotes erreichen.
Die in Wandergebieten nun zur Umsetzung anstehenden Wander-Ausgangspunkte stellen defi-nierte Start und Zielbereiche dar, an denen sich der Gast über das Wandergebiet, die Wander-touren und die örtlichen Besonderheiten informieren kann.

So wie alle kommenden Wander-Ausgangspunkte besteht der Ausgangspunkt am Bibelöder Steg aus einem Ständersystem mit mindestens drei Informationstafeln. Auf der Übersichtskar-te erhält der Gast relevante Wanderinformationen über die Region der Chiemgauer Alpen sowie den Anforderungen und Schwierigkeitsstufen des Geländes. Die Wander-Detailkarte beinhaltet Informationen zum örtlichen Wandergebiet am Ausgangspunkt. Detail-Informationen zum Wan-dergebiet, Wandertourenvorschläge mit Zeitangabe und Höhenprofil stellen eine wichtige Ver-knüpfung zwischen der Wanderroute sowie dem erlebbaren Natur- und Kulturangebot der Wanderregion dar. Unter der Rubrik Wissenswertes haben die Gemeinden „Geschichten von Land und Leuten der Chiemgauer Alpen“ aufbereitet, um die Aufmerksamkeit des Gastes auf regionale Besonderheiten der Region zu lenken, so Herbert Ringsgwandl TI-Leiter der Gemeinde.

Das Ständersystem wurde zusammen mit dem Architektenbüro Romstätter & Zeller entwickelt und wird sich an insgesamt 40 Wander-Ausgangspunkten aller Gemeinden der LAG Chiem-gauer Alpen wiederfinden, weiß Herr Kolja Zimmermann Regionalmanager der LAG zu berich-ten. Neben den Ausgangspunkten in der Laubau, dem Seehaus, der Urschlau, der Staudigel-hütte und dem Unternberg wird in Bälde in Ruhpolding der zweite Informationspunkt an der Egglbrücke realisiert.

Bürgermeister Claus Pichler, Kolja Zimmermann und Herbert Ringsgwandl

Presseartikel-TraunsteinerTagblatt (bibel__dersteg-info-traunsteinertagblatt.pdf):

Ausdrucksstark und Informativ - Faltblatt zum Kulturprojekt Andreas Schwarzkopf: Donnerstag, den 07.08.2014

Faltblatt für Kulturprojekt umgesetzt

Sichtlich zufrieden über den neu entwickelten Flyer zeigten sich Initiator des Kulturprojektes „Andreas Schwarzkopf“ Josef Böddecker sowie Grafiker Andreas Plenk. Auf der Gemeinde Ruhpolding übergaben beide das erste Exemplar des neuen Flyers an Bürgermeister Claus Pichler und schlossen damit einen weiteren Schritt im Rahmen des „Kulturprojekts Andreas Schwarzkopf“ im EU-Förderprogramm LEADER ab.

In den vergangenen Monaten hatte die Arbeitsgruppe der LAG Chiemgauer Alpen in enger Zu-sammenarbeit mit den beiden ortsansässigen Kirchen, den Grundstückseigentümern der Baye-rischen Staatsforsten und Forstverwaltung die inhaltliche wie auch grafische Gestaltung erar-beitet. Durch ausdrucksvolle Bilder lenkt der Flyer Aufmerksamkeit und Beachtung auf den Kreuzweg in der Urschlau bei Brand. Informationen zum 1991 verstorbenen Künstler Andreas Schwarzkopf wie auch die Entstehungsgeschichte des Kulturprojektes wecken das Interesse, auf kulturelle Entdeckungsreise in der Gemeinde zu gehen.

Durch viele Klein- und Großplastiken, Brunnen- und Wandgestaltungen erlangte Andreas Schwarzkopf weit über die Grenzen Ruhpoldings und Bayern Bekanntheit. Das Holzknechte-Denkmal im Herzen des Ortes, das Wandmosaik am Katholischen Pfarrzentrum sowie die Kreuzigungsgruppe, der Altar, das Taufbecken und der Kreuzweg in der Evangelischen Johan-neskirche sind nur wenige der vielen Spuren, die Schwarzkopf in der Gemeinde hinterließ. Die im Rahmen des Kulturprojektes nun realisierten Maßnahmen erinnern an den von vielen be-wunderten Bürger, der nach den Wirren des 2.Weltkrieges in Ruhpolding bei Neustadl eine neue Heimat fand.

Die Gemeinde Ruhpolding übernahm 2012 die Trägerschafft für das durch EU-Mittel geförderte LEADER-Projekt“. Der Eigenanteil von rund 80.000 € stammt von vielen Bewunderern und Weggefährten Schwarzkopfs, die im Herbst des vergangenen Jahres gemeinsam Kreuzweg und Auferstehungsmosaik in der Urschlau bei Brand einweihten. Der neu erstellte Flyer unterstreicht die Gemeinschaftsarbeit aller Ruhpoldinger, die zum Gelingen des Kulturprojektes ihren Beitrag leisteten, so Bürgermeister Pichler. Darüber hinaus wird der Flyer ein attraktiver Wegbegleiter für die vielen Gäste in Ruhpolding werden, die in der Umgebung des Ortes auf kulturelle Entdeckung gehen wollen.
Nach diesem erfolgreichen Umsetzungsschritt wird die Arbeitsgruppe als abschließende Maß-nahmen eine informelle Broschüre zu Andreas Schwarzkopf sowie ein Metallbuch am Kunst-werk selber gestalten. Dann sei, so Regionalmanager und Geschäftsführer der LAG Chiem-gauer Alpen Kolja Zimmermann, ein weiteres LEADER-Projekt in der Gemeinde Ruhpolding der Förderphase 2007-2014 abgeschlossen.

Bürgermeister Claus Pichler, Josef Böddecker und Abdreas Plenk

"Zukunfts-Werkstatt" - Bürgerbeteiligung: Mittwoch, den 23.07.2014

Zukunfts-Werkstatt: Grundgerüst unserer Zukunft

Bürger der Chiemgauer Alpen erarbeiten Grundgerüst für eine gemeinsame Zukunft!

Unter dem Motto „Bürger gestalten Ihre Heimat“ kamen am Mittwochabend, den 23.07 auf Einladung des Siegsdorfer Bürgermeisters Thomas Kamm und der LAG Chiemgauer Alpen gut 60 Bürger der Alpengemeinden Aschau im Chiemgau, Bergen, Inzell, Marquartstein, Reit im Winkl, Ruhpolding, Schleching, Siegsdorf, Staudach-Egerndach, Unterwössen, Surberg, Vachendorf und der Stadt Traunstein im Festsaal/ Neue Post Siegsdorf zusammen.
Ziel der „Zukunfts-Werkstatt“ war es, den Rahmen und Zielvereinbarung für eine gemeinsame Entwicklungszeit im EU-Programm LEADER 2014-2020 festzulegen. Über das EU-Förderprogramm LEADER lassen sich private und kommunale Vorhaben im Zeitraum 2014-2020 durch attraktive Fördersätze umsetzen und fördern. Voraussetzung sei es zum Beginn der neuen Förderperiode, so LEADER-Manager Sebastian Wittmoser vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim, Ziele, Vorhaben und Maßnahmen gemeinsam in einer lokalen Entwicklungsstrategie kurz „LES“ genannt zusammenzutragen und niederzuschreiben.
Kolja Zimmermann, seines Zeichens Regionalmanager der Alpenregion, hatte dafür die strate-gischen Rahmenbedingungen aus zwei vorbereitenden Arbeitssitzungen der 13 Mitgliedsge-meinden zusammengefasst und mit den beiden Moderatoren der Schule der Dorfentwicklung Thierhaupten Christian Fechter und Stephanie Kleinlein den teilnehmenden Bürgern zur Dis-kussion und Ergänzung vorgestellt.
Im Rahmen einer offenen Wandelhalle waren daraufhin die Bürger aufgerufen, Ihre Projektideen und Entwicklungsansätze den vorgeschlagenen Handlungsfeldern – Arbeitsbereichen: Tourismus, Alm-Land-Forstwirtschaft, Wirtschaft und regionale Wertschöpfung, Energie und Mobilität sowie Gesellschaft und Kultur zuzuordnen ODER gegebenenfalls weitere Ansätze zu ergänzen. Im Rahmen der Arbeitssitzung wurden rund 45 Projektansätze beschrieben mit der die Förderregion in die kommende Förderphase gehen möchte. Mehrere Bürger meldeten gar 8 Startprojekte bei Zimmermann an, mit denen die Region schon im Jahre 2015 in die Umsetzung gehen könnte. „Essbare Gärten“, „Ausarbeitung von Natur-Erlebnisräumen“, „Einführung eines flächendeckenden Netzes von Elektroladestationen“ sowie die „Umsetzung einer einheitlichen MTB-Region Chiemgauer Alpen“ sind nur einiger der vielen guten Projektideen für die gemeinsame Zukunft.
Gastgeber der Veranstaltung Bürgermeister Kamm und Regionalmanager Zimmermann zeigten sich hoch erfreut über die äußerst engagierte Zusammenarbeit der Bürger. Wesentliche Schritte für eine erfolgreiche Bewerbung im EU-Förderprogramm LEADER seien mit der gestrigen Bürgerversammlung erarbeitet worden, so Zimmermann.
Ergebnisse dieser Arbeitssitzung bieten nun das wesentliche Gerüst der lokalen Entwicklungs-strategie/ LES, die Zimmermann in den kommenden Monaten erstellen wird. Bevor die lokale Gesamtstrategie am 28. November am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingereicht wird, werden die Grundzüge und Inhalte am 24. September 2014 nochmals ALLEN Bürgern der Alpenregion vorgestellt.
Der offene Entwicklungsprozess 2014 lässt sich unter www.lag-chiemgauer-alpen.de Schlag-wort „Entwicklungsprozess 2014“ verfolgen. LAG Chiemgauer Alpen

Auditorium im Festaal Siegsdorf - Begrüßung Thomas Kamm 1.Bürgermeister

Fotograf: Aline Stücher - Auditorium im Festaal Siegsdorf - Begrüßung Thomas Kamm 1.Bürgermeister

Pressemitteilung-TraunsteinerTagblatt: (artikel-traunsteinertagblatt2014-14.07..pdf):

Übergabe Zuwendungsbescheid_Siegsdorf_Kurparkgestaltung 29.10.2012

Treffpunkt für alle Generationen

Umgestaltung des Siegsdorfer Kurparkgeländes wird mit Mitteln des EU-Leader-Programms gefördert
Siegsdorf: Nach langer Vorplanung und vorbildlicher Bürgerbeteiligung konnte nun der Startschuss für die Umgestaltung im nördlichen Teil des Siegsdorfer Kurparkgeländes fallen. LEADER-Manager Sebastian Wittmoser Landwirtschaftsdirektor am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim, übergab an Bürgermeister Thomas Kamm den Förderbescheid zur Unterstützung der Baumaßnahme aus Mitteln des EU-Förderprogramms LEADER zur Gestaltung des Landkreises Traunstein.
Mit großem Vertrauen hatte Bürgermeister Kamm im Herbst 2010 einer breiten Bürgerschaft die Aufgabe der Gestaltung des Kurgartens am Ufer der Traun in Siegsdorf übertragen. Dank einer über die vergangenen Jahre beispielhaften Bürgerbeteiligung aus Anwohnern, Bewohnern des Alten- und Pflegeheimes, der örtlichen Wirtschaft, Mitarbeitern des Naturkundemuseums und des Steinzeitgartens sowie interessierten Bürgern, konnte im Sommer dieses Jahres ein Gestaltungskonzept von bemerkenswertem Umfang erarbeitet werden. Im kommenden Jahr werden nun vier Hauptmaßnahmen zur Umsetzung kommen. Ein „Generationenspielplatz“ soll durch Spiel und Bewegungsgeräte Aktionsraum für alle Altersgruppen bieten. Ansprechend gestaltete Ruhezonen sollen nach der Idee der agilen Arbeitsgruppe Gäste wie auch Einheimische einladen, Kraft und Energie am Ufer der Traun zu sammeln. Dafür soll auch in Verbindung mit dem Wasserwirtschaftsamt der Zugang zum Wasser entscheidend verbessert und so der Uferbereich in den Park integriert werden. Rund um den geplanten Kiosk am Standort des alten Minigolfplatzes will man einen Sitzbereich am Hochufer der Traun schaffen und so Platz für die „Begegnung der Generationen“ erhalten. Bereits schon in den kommenden Wochen wollen dafür Anwohner mit Unterstützung des gemeindlichen Bauhofes sowie der Beratung durch die untere Naturschutzbehörde das dicht zugewachsene Ufer auflichten, um einen schönen Zugang zum Flussbett der Traun zu erhalten.
Maßgeblich für den Höchstsatz der Förderung und damit der Zusage von 118.250 € der Nettokosten zum Gesamtvorhaben von 236.500 € so Sebastian Wittmoser, war der Bürgerprozess, der die Belange von Jugendlichen, jungen Familien, Senioren und Behinderten wie auch Anwohnern in den Mittelpunkt der Entwicklung stellte. Charakteristisch für LEADER ist nicht nur, dass durch Investitionen und Maßnahmen wie hier künftig ein Arbeitsplatz entsteht und ein reizvoller Platz in Mitten des Ortes gestaltet wird. Wesentlich ist darüber hinaus auch der gemeinschaftliche Ansatz der Gestaltung eines wichtigen Knotenpunktes im Fernwander- und Radwandernetz (Jakobsweg und Mozart-Radweg) mit deutlichem Mehrwert auch für die nördlich und südlich angrenzenden Gemeinden des Landkreises.
Erfolgreich arbeitende Regionen wie die LAG Chiemgauer Alpen können auch weiterhin bis Ende 2014 mit der Unterstützung des Ministeriums rechnen, so LEADER-Manager Sebastian Wittmoser. Geschäftsführer Kolja Zimmermann wußte im Rahmen der Übergabe zu berichten, dass die Gemeinden der Förderregion bereits weitere Vorhaben ausarbeiten, um Fördergelder der EU für den ländlichen Raum auszuschöpfen und gesellschaftlichen „Mehrwert“ für den Landkreis Traunstein zu erarbeiten. FK

Trotz heftigen Schneefalls freuten sich Anwohner, Kinder, Gäste aus dem Altenheim Siegsdorf. sowie Bürgermeister Kamm (2. von links) und Tourismusleiter Pit Zuckowski (2. von rechts) mit LD Sebatian Wittmoser (Mitte) über den Förderbescheid und den baldigen Start der Maßnahme.

Übergabe Zuwendungsbescheid_Ruhpolding-BibelöderSteg 29.10.2012

EU-Förderung für den Brückenbau Bibelöder Steg

Ruhpolding: Im November 2008 starteten die fünf Gemeinden Bergen, Inzell, Reit im Winkl, Ruhpolding und Siegsdorf im Rahmen des Förderprogramms LEADER eine regionale Zusammenarbeit zur Stärkung der Berg-Region im Landkreis Traunstein. Das EU-Investitionsprogramm LEADER setzt auf die Kraft der Gemeinsamkeit und der kooperativen Zusammenarbeit und leistet dabei insbesondere „Hilfe zur Selbsthilfe“. Aufgrund der wesentlichen Erfolgsfaktoren, einer breiten Bürgerbeteiligung, der Vernetzung und Zusammenarbeit von Akteuren, der Entwicklung innovativer Vorhaben sowie der Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen konnten im Landkreis bisher 20 regional bedeutende Vorhaben umgesetzt werden. Zum Erfolgt führte der gemeinsame Gedanke, Potentiale und Ideen zu bündeln und einen deutlichen „Mehrwert“ mit und füreinander zu erarbeiten.
Die beiden Bürgermeister Thomas Kamm (Siegsdorf) und Claus Pichler (Ruhpolding) erhielten kürzlich aus den Händen von LEADER-Manager Sebastian Wittmoser, Landwirtschaftsdirektor am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim, stellvertretend für Ihre Gemeinden und Arbeitsgruppen die Zuwendungsbescheide für zwei weitere regional bedeutenden Projekte. Dass die Region bayernweit zu den erfolgreichen Förderregionen zu zählen ist und bereits ein Jahr vor Ende des Programmes alle zur Verfügung stehenden Mittel von rund 1 Mio. € ausgeschöpft hat, kommt nicht von ungefähr!
Die Gemeinde Ruhpolding nimmt aufgrund ihrer flächenmäßig bedeutenden Ausdehnung und zentralen Lage in der Förderregion dabei eine wichtige Rolle ein. Dies macht auch verständlich, warum die Gemeinde bisher die meisten Mittel von rund 300.000 € aus dem Förderprogramm schöpfte, so Geschäftsführer Kolja Zimmermann. Neben den bereits in Umsetzung befindlichen Projekten, dem Freigelände im Holzknechtmuseum/ Laubau sowie dem Kulturprojekt Andreas Schwarzkopf/ Urschlau, ist sie zusammen mit den Nachbarn im Begriff, das weitreichende Wanderwegenetz deutlich zu überarbeiten und zu verbessern. Zusätzlich zur Beschilderung sollen zum Beginn des nächsten Jahres flächendeckend zentrale Ausgangspunkte mit Kartenwerken geschaffen werden, die für den Wanderer einen deutlichen Mehrwert an Orientierung in den Chiemgauer Alpen bedeuten.
In ihrem jüngsten Vorhaben ist es der Arbeitsgruppe um Bürgermeister Claus Pichler gelungen, für eine grundlegende Neugestaltung der Traunbrücke im Ortsteil Bibelöd mit Investitionsvolumen von 120.000 € Netto, rund 60.000 € Fördermittel zu sichern. Dies war nur deswegen möglich, da die beiden langjährigen Sachgebietsleiter der Gemeinde Christian Diechtler (Leiter der Bauhofes) und Martin Hasslberger (Kurdirektor) frühzeitig eine gemeinsame Planung anstellten. Durch eine Neudimensionierung des Belages, wird es möglich eine ganzjährige Nutzung der Brücke für Fahrradfahrer und Wanderer zu ermöglichen und die Gemeinden und die Region im gemeinsamen Wegenetz optimal zu verknüpfen. Dieser „Mehrwert“ für Bevölkerung und Gäste – so Sebastian Wittmoser – war dem Ministerium Argument genug, auch dafür den Höchstfördersatz aus dem LEADER-Programm bereitzustellen. So erhielten Bürgermeister Claus Pichler mit seinem Bauhofleiter Christian Diechtler aus der Hand von Sebastian Wittmoser im Beisein von Bürgermeister Thomas Kamm und LEADER-Geschäftsführer Kolja Zimmermann den Zuwendungsbescheid des Ministeriums. FK

v.l. Christian Diechler (Leiter Bauhof Ruhpolding), LEADER-Manager Herr LD Sebastian Wittmoser (Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Rosenheim), Kolja Zimmermann (LAG-Geschäftsführer), BGM Thomas Kamm (Gemeinde Siegsdorf) und BGM Claus Pichler (Gemeinde Ruhpolding)