Weiser durch den LEADER-Begriffs-Dschungle

GLOSSAR

AELF:
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (regionale Zuständigkeit für alle Fragen bezüglich Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Sitz der Genehmigungsbehörde für LEADER-Anträge). Bayernweit gibt es 47 sogenannte ÄELFs,diese sind dem Bayerischen Staatsministerium (Staatsminister Helmut Brunner) zugeordnet.
weitere Informationen: http://www.stmelf.bayern.de/ministerium/004545/

Bewilligungsbehörde:
Zuständig für die Bewilligung von LEADER-Zuschüssen sind die Bewilligungsbehörden in den Fachzentren für „Diversifizierung und Strukturentwicklung“ an den neun Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Zuständig für die LAG Chiemgauer Alpen ist das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Rosenheim/ Oberbayern Süd.

DVS:
Deutsche Vernetzungsstelle für den Ländlichen Raum (seit 2008). Die DVS hat ihren Sitz in Bonn. Sie ist, wie der Name sagt, Ansprechpartner für alle Leader Aktionsgruppen in Deutschland. Sie stellt Informationen für alle Akteure im ländlichen Raum zur Verfügung, organisiert regelmäßige Informationsseminare und Fortbildungen für Regionalentwickler und behält den Überblick über alle förderrelevanten Themen. Regelmäßig bringt die DVS ihren Rundbrief landaktuell sowie die Zeitschrift Landinform heraus. Beide Lektüren sind kostenlos.
weitere Informationen: http://www.netzwerk-laendlicher-raum.de/

ELER:
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums.
Der ELER fördert die Entwicklung des ländlichen Raums in der Europäischen Union. Der ELER wurde durch eine Verordnung des Rates der Europäischen Union vom 20. September 2005 errichtet und hat seine Tätigkeit im Jahre 2007 aufgenommen.
Der ELER hat 4 Schwerpunkte, die auch als Achsen bezeichnet werden:
1. Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Land- und Forstwirtschaft
2. Verbesserung des Umwelt- und des Tierschutzes in der Landschaft
3. Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft
4. LEADER
weitere Informationen: (http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Landwirtschaftsfonds_f%C3%BCr_die_Entwicklung_des_l%C3%A4ndlichen_Raums).

LAG:
Ist die Abkürzung für LEADER-Aktionsgruppe / Lokale Aktionsgruppe. Der Verein Chiemgauer Alpen e.V. nimmt in unserer Region die Funktion der LAG wahr. Jeder Bürger, Verband, Verein und jedes Unternehmen kann dem Verein und damit der LAG beitreten und so an der Regionalentwicklung teilnehmen.

LAG-Manager:

LEADER:
LEADER ist in diesem Fall nicht englisch, sondern eine Abkürzung für einen französischen Term „Liaisons Entre les Actions de Développement de l`Economie Rurale“. Ins Deutsche übersetzt bedeutet das „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der Wirtschaft im Ländlichen Raum“. Dies stellt den Kern aller Maßnahmen in diesem Förderprogramm dar – die Stärkung ländlicher Regionen!
Das EU-Programm hieß in der letzten Förderphase LEADER+, in der aktuellen aber LEADER in ELER 2007-2013. Zurzeit läuft in Brüssel die Planung für eine Folge-Förderphase 2014-2020.
weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/LEADER

LEADER-Manager:
Die bayerischen LEADER-Manager sind deutschlandweit einmalig und stellen für die LAG eine direkte Verbindung zum Ministerium dar. Die LEADER-Manager sind in allen Fragen, die LEADER betreffen, die zentralen Ansprechpartner und Koordinatoren. Sie beraten die Lokalen Aktionsgruppen bei der Erstellung und Umsetzung regionaler Entwicklungskonzepte (REK), unterstützen Entwicklungsprozesse und die Vernetzung der verschiedenen Partner in der Region, beraten Antragsteller bei der Planung und Umsetzung von Projekten. Für die Betreuung der fünf Mitgliedsgemeinden der LAG Chiemgauer Alpen sowie die Nachbar-LAGs Bad Tölz-Wolfratshausen, Mangfalltal-Inntal, Berchtesgadener Land, Chiemgauer Seenplatte, Mühldorfer Netz, ist der LEADER-Manager Sebastian Wittmoser zuständig. Er arbeitet am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Rosenheim und steht damit in direktem Kontakt mit der Bewilligungsstelle.
weitere Informationen: http://www.stmelf.bayern.de/laendl_raum/leader/003252/

LE-ON:
LEADER Online

LRA:
Landratsamt

Kofinanzierung:
Unter einer Kofinanzierung (auch Cofinanzierung) versteht man die Teilfinanzierung von Zweiten. Das heißt, wenn Erika Mustermann ein Unternehmen gründet, und Maximilian Dirkenheim ihr bei der Finanzierung hilft, spricht man von einer Kofinanzierung durch Herrn Dirkenheim. Kofinanzierungen finden oft statt, wenn Person A gemeinsam mit Person B ein Unternehmen führt. Eine bedeutende Rolle spielt die Kofinanzierung bei Förderprogrammen der Europäischen Union, beispielsweise bei den vier Strukturfonds (z. B. EFRE zur Stärkung der regionalen Wirtschaft oder der Europäische Sozialfonds).

Die meisten Projekte werden nur gefördert, wenn nationale und regionale staatliche Ebenen (in Deutschland und Österreich der Bund oder die Länder) in gleicher Höhe Mittel dazugeben. Eine Vollfinanzierung für Projekte und Maßnahmen ist bei den EU-Förderprogrammen die Ausnahme.

Der Grund für diese Regelungen liegt in der Überlegung, dass die Kofinanzierung von dritter öffentlicher Seite, vor allem auf nationaler oder regionaler Ebene, eine zusätzliche Absicherung und Kontrolle für die EU als Zuwendungsgeber bietet, weil man u. a. davon ausgeht, dass die Antragsteller und ihre Projekte vor Ort besser beurteilt werden können. Auch der Anteil der Eigenmittel kann als Kofinanzierung zwingend vorgeschrieben sein.

MdEP:
Mitglied des Europäischen Parlaments

MdL:
Mitglied des Landtags

Projektträger:
Ein Projektträger bei LEADER ist der Partner, der formal einen Förderantrag stellt und das Förderformular unterschreibt. Damit ist er gegenüber der Förderbehörden für die Durchsetzung und Abrechnung des Projektes verantwortlich.
Der Projektträger sichert den Eigenanteil der Projektkosten zu, er koordiniert die Aktivitäten mit den Projektpartnern und ist dafür verantwortlich, dass das Projekt realisiert wird. Oft übernehmen Kommunen, Vereine oder Verbände die Projektträgerschaft, da Sie diese Aufgaben einfacher bewerkstelligen können, als andere private Projektträger. Hierdurch ist außerdem das öffentliche Interesse sichergestellt, das eine Grund¬voraus¬setzung für eine LEADER-Förderung ist.
Projektpartner: Darüber hinaus gibt es i.d.R. Projektpartner (z.B. Ideengeber oder Kooperationspartner, manchmal auch Projekt- oder Arbeitsgruppen) die ein bestimmtes Vorhaben erarbeiten, ideell unterstützen, mitbezahlen oder auf irgendeine andere Art zum Gelingen beitragen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Träger und den Partnern sichert den dauerhaften Bestand des gemeinsamen Projektes. Die Zusammenarbeit zwischen Projektträger und Projektpartner kann je nach Projekt in einem Vertrag festgehalten werden und sichert so beide Seiten ab.

REK:
Regionales Entwicklungskonzept. Das Regionale Entwicklungskonzept ist das gemeinsam erarbeitete Dokument und beinhaltet die gemeinsame Entwicklungsstrategie der Region/ Mitgliedsgemeinden in der laufenden Förderphase.
Die Erarbeitung des REKs – der gemeinsamen Entwicklungsstrategie war Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Förderprogramm LEADER.
Entsprechend der Grundidee des Leader-Ansatzes: „Bürger gestalten Ihre Heimat“ wurde auch das REK unter breiter Bürgerbeteiligung im Herbst/ Fürhjahr 2007/2008 erarbeitet. Es umfasst je nach Region und Themen rund 80 – 120 S..
weitere Informationen: REK-LAG Chiemgauer Alpen

Die Zusammenfassung des REKs stellt auf rund 10 S. die Region vor und gibt Auskunft über Kernziele der Förderregion in der Förderphase.
Hier geht es zum download!
weitere Informationen: Zusammenfassung REK-LAG Chiemgauer Alpen

StMELF:
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten